Ich wache auf- mir tuen saemtliche Muskelpartiene weh, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt. Ob ich heute ueberhaupt laufen kann…mh ….gute Frage. Raus aus dem Bett und schon da wird mir ganz klar: Heute wird sicherlich Nirgendwo rumgelaufen und etwas angeschaut, oder auch nur jegliche Art von Sport betrieben…Es geht in die natuerlichen Therme hier in Pucón in Chile. Bei einem Glaesschen Wein und ner Tafel Schoki sollte es mir ja wohl gegen Abend besser gehen…
Ein Tag zuvor
Das Tagesziel:
Der Vulkan Villaricca (2516m) in Pucón soll bestiegn werden. (Einer der 10 aktivsten Vulkane der Erde)
Ausruestung:
- Regendichte Jacke und Hose + komische Plane fuern Po zum Umschnallen, fuers Runterrodeln:)
- Wanderschuhe und dazu passende Spikes
- Fliesshandschuhe und Regendichte Faeustlinge zum Drueberziehn
- Eispikel
- Sonnenbrille, Thermomuetze und Helm
- Rucksack gefuellt mir 5 belegten Broetchen, 3Liter Wasser, 3Bananen, unzaehligen Muesliriegeln und Schoki
6Uhr: Der Wecker klingelt…eine Stunde habe ich Zeit um mich startklar zu machen.
7Uhr: Melissa, Sso (die Maedels, mit denen ich mich zusammen geschlossen habe um nach Chile zu reisen) und ich sitzen stratklar da…leider haben wir ja ganz vergessen, dass wir hier immer noch in SuedAmerika sind und es da immer etwas langsamer geht:)
8:30: Es geht los:) Vollgepackt werden wir am Fusse des Vulkans (ca. 900m) rausgeschmissen…
Gefuehle 3Stunden spaeter: Alles ist weiss, man kann kaum etwas sehen-wir befinden uns in einer Nebelwolke. Das atmen faellt schwerer…einen Fuss vor den andern setzen war nie schwerer…jetzt bloss nicht aufgeben…
Pause- alle sind uebergluecklich in ihr Broetchen zu beisen udn eine Banane zu verdruecken. Nicht vergessen die Sonnenbrille aufzuziehn und ne Schicht Sonnencreme aufzutragen- es geht ueber die Wolken… alles muss schnell gehen, wir sind schon im Zeitverzug und haben noch nicht einmal die Haelfte geschafft:(…

Gefuehlte 2Stunden Spaeter: Woher ich ueberhaupt noch die Energie nehme, ist mir fraglich, aber jetzt kommt der schwerste Teil- wir bekommen die Spikes fuer unsere Wanderschuhe um, da sich der naechste Streckenabschnitt teilweise auf einem Gletscher befindet. Mittlerweile muessen wir auch schon durch ueber einen halben Meter Schnee steigen, bei konstantem Anstieg…
Gefuehlte viel zu viele Stunden spaeter teilen uns unsere Guides mit: Wir koennen heute das geplante Tagesziel nicht erreichen-da wir laut Guide zu langsam waren(was ich fuer eine Luege halte:)) und auf Grund dessen unser Rueckweg im Dunkeln waere, was niemand verantworten will…
Schade…jetzt ist man schon mal auf 2200mHoehe, und kann doch nicht ganz hoch:(…aber, da heute niemand den Vulkan besteigen konnte, da er spaeter noch angefangen hat mehr Rauch zu spucken, waren wir alle doch ganz stolz auf uns:) Ausserdem war die Aussicht auch nicht ganz ohne:)
Ab gehts zum Rueckweg- wir bekommen unsere Planen umgeschnallt und dann gehts los zum Runterrodeln:)
Tolle Idee:) Etwas Angst einfloessend am Anfang, da man den Wolken entgegenfaehrt, aber mit der Zeit hat mans raus, wie man Steine umfaehr und nicht zu schnell wird:)..Ahh toll:)
Zuruck im Hostel gibts dann noch n Mate(spezieller Tee?!?) eine Dusche und ab gehts ins Bett:)
(Insgesamt hat der Spass uebrigens 8Stunden gedauert;))